Der Schuss ist raus und das Wild ist weg. Was nun?
Die goldene Regel:
Das richtige Verhalten des Schützen nach dem Schuss entscheidet maßgeblich über den Erfolg bzw. Misserfolg der anschließenden Nachsuche!!!
Verhalten nach dem Schuss
- Warten - gib dem Stück einige Minuten Zeit, in Ruhe zu verenden.
- Ruhig zum Anschuss gehen, das Stück könnte ggf. krank in der Nähe sein.
- Hast du während der Pirsch geschossen, ist es wichtig, den eigenen Standort zu markieren (Schießstock stehen lassen), bevor du zum Anschuss gehst.
- Pirschzeichen (Knochensplitter, Haare, Gewebe etc.) mitnehmen.
- Folge der sichtbaren Schweißfährte nur, wenn du am Anschuss zweifelsfrei Lungengewebe gefunden hast (max. 100 m folgen).
- Anschuss bzw. Einwechsel oder Fluchtfährte deutlich verbrechen (Taschentuch, Mütze, Markierband o.ä.).
- Am Anschuss ist gar nichts zu finden - Nachsuchengespann anrufen! Jeder Schuss auf ein Stück Wild muss kontrolliert werden! Laut Statistik wird aus jeder 3. Kontrolle eine Nachsuche.
- Sollte es für Dich zeitlich nicht möglich sein, uns am Anschuss einzuweisen, einfach den Standort des gut markierten Anschusses per WhatsApp an uns schicken (funktioniert hervorragend).
- NIEMALS einen unerfahrenen bzw. nicht wildscharfen Hund "ins Blaue hinein" schnallen!!! Dies ist die häufigste Ursache (gerade bei Rehwild) dafür, dass aus einer aussichtsreichen Nachsuche eine Fehlsuche wird, denn das aufgemüdete Stück flüchtet dann kilometerweit durch die Geographie.
- SOFORT anrufen - der seriöse Schweißhundeführer wird sich, auch wenn du ihn mitten in der Nacht kontaktierst, spätestens am kommenden Morgen bei Dir melden und Dir weiterhelfen. Sollte er selbst verhindert sein, wird er Dir ein geeignetes Gespann vermitteln.
- Nachsuchen werden grundsätzlich nur bei Tageslicht durchgeführt!